Filmzeit, Lebenszeit
Erinnerungen
Edgar Reitz hat den deutschen Autorenfilm mitbegründet, mit seiner « Heimat »-Trilogie Filmgeschichte geschrieben. So wie er dort eindrucksvoll das persönlich Erlebte mit den Zeitläufen verband, tut er es auch hier – in seiner Autobiographie. Reitz erzählt von seiner Kindheit in den dreißiger Jahren, einer Jugend im Krieg, der Nachkriegszeit, dem jungen Mann, den es in die Ferne zieht, seinen Studienjahren in München, wo sich ihm eine neue Welt der Kultur eröffnet, und schließlich von der Filmkunst: Mit den Unterzeichnern des Oberhausener Manifests verbreitet er den Slogan « Papas Kino ist tot! », die Geburtsstunde des Neuen Deutschen Films; er begegnet Literaten wie Günter Eich, internationalen Filmgrößen wie Romy Schneider, Bernardo Bertolucci oder Luis Buñuel, arbeitet mit Schauspielerinnen und Schauspielern wie Hannelore Elsner und Mario Adorf, Regisseuren wie Alexander Kluge und Werner Herzog.
Reitz ist ein großer Chronist deutscher Sehnsucht und Geschichte, zugleich ein feinfühliger Erzähler, der uns von der Vorkriegszeit über die Wiedervereinigung bis in die Gegenwart führt. Immer wieder kreist er um die Frage, was es bedeutet, eine Heimat zu haben und sich von ihr loszumachen, aufzubrechen oder zurückzukehren – und trifft damit ins Herz unserer Zeit. Ein besonderes Dokument des Lebens wie eines ganzen Jahrhunderts, kraftvoll erzählt und berührend, beeindruckend in seiner Farbigkeit.
Ein großes Erinnerungswerk und zugleich hochaktuell.
- Verlag: Rowohlt Berlin
- Erscheinungstermin: 13.09.2022
- Lieferstatus: Verfügbar
- 672 Seiten
- ISBN: 978-3-7371-0159-2
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So detailreich, so bunt, so lebendig.
Edgar Reitz’ Tiefenerkundungen der deutschen Geschichte und der deutschen Seelenlandschaften haben uns ermöglicht, uns selber mit neuen Augen zu sehen.
Welche Ausdruckskraft, welche Konsequenz, welche Erzählkunst.
Filmzeit, Lebenszeit' wird nicht nur Fans der Heimat-Trilogie begeistern. Es ist das epische Erinnerungswerk eines großen Filmemachers geworden. eingängig und ehrlich erzählt.
Reitz schreibt mit demselben Sinn für Poesie, der auch seine Filme auszeichnet, und den er wunderbar in Bilder übersetzen kann.
Da sitzt jedes Wort, da ist nichts zu viel und alles an der richtigen Stelle ... Und Reitz hat das untrügliche Gespür für gutes Timing.
Der Alltagshistoriker des Neuen Deutschen Films blickt zurück: Edgar Reitz verleiht seiner Autobiographie einen Hauch von Proust.
Ein Erinnerungsbuch der ganz besonderen Art, ... überbordender Reichtum an Zeitbeschreibungen, Alltagsdetails, Reflexionen ... Ein einzigartiges erzählerisches Werk.
Episch, so detailfreudig wie ins Universale ausgreifend.
Reitz' großartige Autobiografie ... ist so episch wie kurzweilig, so unterhaltsam wie geistreich – und von seltener sprachlicher Brillanz.
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